Enya2018-09-15T12:49:28+00:00

Enya

Die graue Eminenz

Hallo mein Name ist Enya, ich bin eine Burma Katze. Als ich noch ganz jung war, war ich ein schneeweißes Kätzchen mit eisblauen Augen. Eigentlich sollte mir nur ein kurzer Einblick auf diesem Planeten gewährt sein… Doch dann lernte ich meinen Untermieter kennen, der sich selbst gerne als Herrchen bezeichnet. Er half mir wieder auf die Pfoten und machte meinen Kurzurlaub zu einem Daueraufenthalt. Anfangs war ich noch unsicher, verwirrt und überfordert. Doch ich beobachtete meinen Untermieter sehr genau. Deshalb lernte ich Dinge, die für meine Artgenossen vielleicht untypisch sind: Ihr hättet mal den Blick von ihm sehen sollen, als ich das allererste Mal auf der Toilette saß. Nein nein, ich meine nicht die Katzentoilette…

Enya - BürostuhlIch bin nun einmal gerne bei Menschen; dabei verstehe ich nicht immer was diese riesigen Lebewesen da tun. Aber was sie tun, scheint sie zum Teil glücklich zu machen. Zum Beispiel stundenlang auf einen leuchtenden Kasten zu schauen, dass mein Herrchen “Academy of Mind” nennt. Aber am faszinierendsten finde ich, wie die Menschen ihre Hände benutzen. So lange Finger mit denen sie greifen, drücken, klopfen oder streicheln können. Das hätte ich auch gerne. Immerhin kann ich Pfötchen geben. Das tue ich immer dann, wenn ich Hunger habe oder ich von Herrchen massiert werden möchte. Nein, nicht streicheln und nicht bürsten; kennt ihr diese Massagen, bei denen der Rücken abgeklopft wird? Ich liebe das! Ich weiß, das versteht nicht jeder und manchmal sieht das auch seltsam bei einer Katze aus. Aber ich bin auch keine gewöhnliche Katze…

Enya - DeckeIch gehe gerne hinaus in die Welt. Am liebsten mache ich Wanderungen mit meinem Herrchen, mit und ohne Leine. Ob durch die Stadt oder durch Wälder; ich habe schon 1200 Reisekilometer hinter mir! Auf meinen Reisen habe ich die Häuserschluchten von NRW gesehen, das Meer der Nordsee erblickt, bin über die weiten Felder von Nordfriesland gerannt und habe Bäume erklommen, von denen ich bis zum Horizont schauen konnte. Ich war in Wäldern, in denen der Boden aus Sand besteht, habe viele Artgenossen und Menschen kennengelernt. Inzwischen bin ich über drei Jahre jung. Ein weißes Kätzchen bin ich nicht mehr; ich bin eine Dame. Eine etwas kleingeratene, aber trotzdem. Und immer dann, wenn mein Herrchen nicht mehr weiter weiß, fragt er mich um Rat. Dann antworte ich ihm… durch meine stahlblauen Augen…