Ausbildung vs. Selbstlernen

StreitEin Thema, das seit vielen Jahren in der Remote Viewer-Szene leidenschaftlich diskutiert wird, und vor allem mit der “Generation Skype” aufkam: Braucht man unbedingt möglicherweise kostspielige Seminare bei erfahrenen Trainern, oder kann man sich Remote Viewing problemlos selber aus Lehrbüchern bzw. Tutorial-Videos beibringen? Vereinfacht gesagt, geht natürlich beides. In der Praxis zeigte es sich jedoch bisher eher problematisch…

Die Frustfabrik
Frustkubus

Bis auf ganz wenige Ausnahmefälle, verschleppten reine Selbstlerner oft jahrelang unbemerkt Fehler im Ablauf. AULs waren ein hartnäckiges Dauerproblem, da nie ein vernünftiges AUL-Managment gelernt werden konnte. Schließlich führte es dazu, dass frustriert aufgegeben wurde, und sogar ganze Selbstlerner-Communities, in denen kein einziger ausgebildeter Viewer beteiligt war, ausstarben. Das konnte man in den vergangenen Jahren sowohl in der deutschsprachigen Szene, als auch in Übersee beobachten. Ein interaktives Seminar mit Trainern und anderen Trainees kann hingegen innerhalb weniger Tage alle typischen Verständnisfehler ausräumen, und die solide Grundlage für einen sauberen Start schaffen.

Staubsaugervertreter?

Der geneigte Autodidakt mag hier die Intention erkennen, dass um jeden Preis Seminare verkauft werden sollen. Das kann man ihm aus dieser Sicht nicht verübeln, denn Einige von uns dachten früher ähnlich. Auch die Einstellung, dass man mit geistigen Techniken generell kein Geld verdienen darf, spielt bei manchen “Spiritualisten” sicherlich eine Rolle. Der Autor dieses Artikels muss jedoch in aller Ehrlichkeit feststellen, dass er fast drei Jahre versucht hat, Remote Viewing aus Lehrbüchern und zusammen mit anderen Unausgebildeten zu lernen, bevor er sich endlich entschloss, eine richtige Ausbildung zu machen.

RaketenstartAb da ging es erst richtig los! Und zwar ohne den Frust verschleppter Fehler oder unnachgiebiger AULs. Ironischerweise fing dort auch die wahre Autodidaktik an, denn aufgrund dieser soliden Praxisgrundlage war es nun möglich, die Technik sauber und ungehindert einzusetzen. Es folgten bald viele Forschungsprojekte, Vorträge auf Kongressen, Veröffentlichungen, Optimierungen und Weiterentwicklungen der Technik. Das alles wäre ohne vernünftige Basis einfach im Sande der Verständnisprobleme stecken geblieben, oder hätte zumindest viele Jahre länger gedauert. Man könnte auch durchaus das Wort “Qualifikation” verwenden, obgleich es natürlich starke Anhaftungen aus der grauen Arbeitswelt des Alltags hat.

Obsolet oder wichtig?
Klettern

Natürlich soll hier keinesfalls das Selbstlernen oder nicht-interaktives Lehrmaterial kleingeredet werden. Lehrbücher und Tutorials haben absolut ihre Daseinsberechtigung und sind aus mehreren Gründen wichtig: Man kann darin notfalls immer nochmal nachschlagen, Neulingen gute Vorabinformationen bieten und die Technik für die Welt bewahren. Die Jahre ohne professionelle Ausbildung fand der Autor zudem sehr wertvoll, um Erfahrungen zu sammeln, und um eine Perspektive auf das hier beschriebene Problem zu bekommen. So ähnlich muss man sich in den frühen Jahren am SRI gefühlt haben, als man die Technik entwickelte.

GipfelLetztlich spart man sich jedoch viel Zeit (in gewissem Sinne also auch Geld), Nerven und Sackgassen, wenn man die Technik direkt von erfahrenen Trainern lernt. Statt einem langen, holprigen Start, kann man damit direkt vom aktuellen Status Quo der Entwicklung aus starten, und die Technik sofort ungehindert für sich einsetzen. Einige werden sie vielleicht sogar weiterentwickeln und ihre Vorgänger überflügeln. Denn das ist dann eine wahre Weiterentwicklung für sich, sein Umfeld und das Grenzwissen im Allgemeinen.

2018-10-17T12:02:41+02:00Oktober 17th, 2018|Allgemein, Coordinate Remote Viewing|