Interdisziplinarität in Grenzwissen

Über die Jahrhunderte haben sich im Grenzwissen-Bereich dutzende Techniken entwickelt, die man bis heute als bewährt und effektiv ansieht. Von den klassischen Methoden aus dem Schamanismus, der Magie und dem Spiritismus, bis hin zu neuzeitlichen, eher pragmatischen Anwendungen. Meist ist es so, dass sich der Anwender irgendwann auf eine Technik spezialisiert und diese fortan bei seinen Fragestellungen und Problemlösungen anwendet. So gibt es u.a. begnadete Schamanen, Kartenleger, Magier, Trance-Medien, Remote Viewer, Empathen, luzide Träumer und voll bewusst außerkörperlich Reisende.

Was bisher jedoch fast völlig fehlte, war eine interdisziplinäre Anwendung verschiedener Techniken untereinander. Denn wo die eine Technik ihre Grenzen hat, kann eine andere ergänzend wirken. Eindrücke aus den verschiedenen Wahrnehmungsarten können verglichen und verifiziert werden. Dazu ein gutes Beispiel aus der Praxiserfahrung:

Praxisbeispiel: Rückführungen und Coordinate Remote Viewing

Hier gleichen sich die Vor- und Nachteile beider Techniken sehr gut aus. In unserem Beispiel hat der Auftraggeber seit seiner frühesten Kindheit merkwürdige Erinnerungsblitze, die sich nicht wie gewöhnliche Träume anfühlen. Es tauchen dabei nicht-irdische Landschaften und exotische Lebewesen auf, zu denen der Auftraggeber eine starke Affinität und Sehnsucht verspürt. Er findet keine Erfahrungen oder vergleichbare Orte aus dem jetzigen Leben, die diese Eindrücke und Affinitäten erklären könnten. Es bleibt ihm also nur übrig, die Informationen jenseits dieses Lebens zu erforschen bzw. erforschen zu lassen.

Per Remote Viewing kann man nun bestimmte Erinnerungen als Target tasken. Mit den Werkzeugen der Stufe 6 können hier Personen, Umgebungen und unmittelbare Sachverhalte erforscht werden. Es entsteht quasi ein Schnappschuss der Situation aus der Erinnerung. Darüber hinaus ist der Kontext angrenzender Geschehnisse beliebig erweiterbar, auch wenn er nicht mehr Teil der Erinnerung ist. So könnte man z.B. beschreiben, wie es bestimmten Personen oder Gruppen weiter ergangen ist, auch wenn der Auftraggeber zu dem Zeitpunkt in der damaligen Inkarnation schon längst verstorben war.

Man beschreibt hierbei nämlich nicht die Erinnerung des Auftraggebers an sich, sondern nutzt sie lediglich als Ankerpunkt, um sich in Raum und Zeit zu dieser Situation zu begeben. Es ist also ähnlich wie das Viewen von Foto-Targets zu Trainingszwecken, wo man sich zum Zeitpunkt der Aufnahme vor Ort begibt, statt nur das Foto zu beschreiben (was ja letztlich nur ein Stück Papier bzw. ein digitaler Datensatz ist). Die Voraussetzung ist natürlich, dass die Erinnerung aus einer real stattgefundenen Situation stammt, und keine reine Fantasie. Aber auch das ist in einer Remote Viewing-Session anhand der Datendichte feststellbar.

In begrenztem Maße kann dann auch man per Timeline-Werkzeug größere Ereignis-Zusammenhänge rund um die Inkarnationserinnerung beschreiben. Allerdings kommt man hier schnell vom Hundereste ins Tausendste, denn die Details von Personen, Orten und Ereignissen können sich fast endlos verschachteln. Und da der Viewer nur eine gewisse Zeit pro Session hat, um effektiv Eindrücke generieren zu können, muss das Recherche-Ziel klar umgrenzt sein. Andere Inkarnationen per Remote Viewing zu erforschen, ist also jeweils nur ein begrenzter, aber sehr detaillierter Blick auf wenige Puzzleteile.

Gleiches gilt natürlich auch für Erinnerungen und Situationen im aktuellen Leben. Und an diesem Punkt setzt nun die Rückführung des Auftraggebers an. In vielen Fällen wird sich ein zusammenhängender “Film“ der anvisierten Situation oder des Lebens entfalten. Die wichtigen Puzzleteile, die bereits bruchstückhaft mit Remote Viewing untersucht wurden, fügen sich plötzlich in einen verständlichen Zusammenhang ein. Als würde man einen in wenige Szenen zerschnittenen Film vollständig zusammengefügt sehen. Hinterher hat man also sowohl die selbst (wieder)erlebten Erinnerungen, als auch die Remote Viewing-Einblicke zur Verfügung. Letztere können einen objektiveren, von der Erinnerung und den Emotionen des Auftraggebers entkoppelten Datenbestand liefern. So werden auch eventuelle, subjektive Verfärbungen während der Rückführung bemerkt und in ein anderes Licht gerückt.

Durch weitere Remote Viewing-Sessions und Rückführungen sind dann Kreuzverifikationen und Erweiterungen der Erinnerung möglich. Dadurch ergänzen sich Remote Viewing-Sessions und Rückführungen auf eine bisher kaum praktizierte Weise. Ähnliches gilt natürlich für alle denkbaren Bewusstseinsinhalte, die man betrachen möchte. So konnten auch schon Träume von anderen Personen geviewt und Details darin korrekt wiedergegeben werden. Ebenso funktioniert es für außerkörperliche Erfahrungen bzw. Astralreisen, auch wenn die Eindrücke in metaphysischen Ebenen dabei oft abstrakt wirken können.

Neue Potentiale

Die aufregenden Momente einer solchen interdisziplinären Anwendung finden also statt, wenn zwei oder mehr verschiedene Techniken die gleichen Daten liefern. Solche Aha-Erlebnisse sind z.B. auch schon bei der Verbindung von Remote Viewing-Timelines und Tarot-Legungen entstanden. Eines der größten und interessantesten Projekte in dieser Hinsicht dürfte aber „Eine neue Zukunft sehen“ gewesen sein, bei dem unabhängig voneinander eine Zukunftsprognose bis ins 22. Jahrhundert per Remote Viewing und einer speziellen Aufstellungstechnik gemacht wurde. Trotz dutzender Aufstellungen und acht Remote Viewing-Sessions zu dem Thema, bei denen jeweils mehrere Personen beteiligt waren, stimmten die Ergebnisse stets überein.

Hier ist also ein großes Potential für die grenzwissenschaftliche Forschung zu erahnen. Ganz nebenbei könnte auch noch die ewige Lagerbildung zwischen den verschiedenen Herangehensweisen befriedet oder sogar in eine produktive Zusammenarbeit umgewandelt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass man über sein spirituelles Ego springt, und sich auf die Wege und Techniken anderer Anwender einlässt, um gemeinsame Schnittstellen zu finden. Solche Situationen gingen in der Vergangenheit natürlich nicht immer harmonisch aus. Beispielsweise, wenn sich jemand an seinem Stuhl gesägt fühlte, weil er sich eine besondere Begabung zuschrieb, und plötzlich Andere mit erlernbaren Techniken für Jedermann daherkamen, die eine vergleichbare Qualität lieferten.

Der Ego-Anspruch sollte also nach Möglichkeit nicht den allgemeinen Forschungsnutzen übersteigen, wenn man eine funktionierende, interdisziplinäre Zusammenarbeit anstrebt. Gerade im pionierhaften Bereich des Grenzwissens ist es wichtig, sich auf die Gemeinsamkeiten zu konzentrieren, nicht nur auf die Unterschiede. Denn die Unterschiede sind erfahrungsgemäß kleiner, als die Gemeinsamkeiten.

Also, let’s forsch… 😉

2018-10-19T15:21:51+02:00Mai 6th, 2018|Allgemein, Blogsidebar, Coordinate Remote Viewing|
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