Weltbildüberprüfung per Remote Viewing

Schon immer wurde leidenschaftlich über verschiedene Weltbilder diskutiert. Seien es nur winzige Abweichungen in wissenschaftlichen Theorien, oder hartnäckige Glaubenssysteme, an die sie sich so mancher klammert. Natürlich bietet die Grenzwissen-Szene den idealen Brennpunkt für Weltbild-Diskussionen.Das wurde in den letzten Jahren besonders durch die Flache Erde-Bewegung deutlich, die ja bekanntlich Anhänger rund um den Globus hat. Obgleich ein Flache Erde-Modell eigentlich gar kein Thema sein dürfte, wenn man über etwas Grundwissen und praktische Beobachtungserfahrungen verfügt, ist es immens populär geworden. Dieser Umstand hat den Ruf der Grenzwissen-Szene sicherlich nicht positiv gefördert.

Was hat so ein Thema aber mit einer unter strengen Laborbedingungen entwickelten Technik wie Remote Viewing zu tun? Es zeigt ein weiteres, wichtiges Anwendungsgebiet dieser Technik auf, nämlich die informatorische Selbstermächtigung. Wer nicht die Möglichkeit hat, weit zu verreisen, wissenschaftliche Experimente zur Gestalt der Erde zu machen oder gar ins All zu fliegen, der hat mit Remote Viewing zumindest ein Indizien-Werkzeug, mit dem Weltbilder überprüft werden können. Das reicht von kleinsten Aspekten mit offenen Fragen (z.B. physikalische Theorien), bis hin zu Gesamtweltbildern, wie dem Aufbau und der Gestalt des Universums. Widmen wir uns aber mal den populäreren, alternativen Weltbildern, und wie man diese mit Remote Viewing für sich selbst überprüfen kann.

Flache Erde

Zuerst einmal bedingt die Flache Erde-Theorie, dass sämtliche Fotos, Filme und Videos der Raumfahrt, auf denen man eine Erdkrümmung oder die Erde als Ganzes sehen kann, gefälscht sein müssen. Und das schon seit über 70 Jahren, denn 1947 lieferten umgebaute V2-Raketen erstmals Fotos aus einem niedrigen Erdorbit. Neben dem Mangel an Special Effects-Möglichkeiten, womit man sowas in der damaligen Zeit hätte fälschen können, müssten seit Beginn der ersten Raumflüge zigtausende Menschen unmittelbar an der Inszenierung einer komplett gefälschten Raumfahrt beteiligt sein, ohne das es je ein Informationsleck geben darf. Das würde Astronauten-Schauspieler mit einschließen, die ihre Rollen über Jahrzehnte in unzähligen Dokus, Interviews und Vorträgen spielen, ohne wankelmütig zu werden. Es würde auch bedingen, dass die USA und Sowjetunion im Kalten Krieg unter einer Decke gesteckt hätten, um die Raumfahrtfälschung gemeinsam zu inszenieren. Ganz zu schweigen von der heutigen Zeit, wo der Weltraum international erforscht wird.

Soviel zur Plausibilität der Flache Erde-Theorie. Abgesehen von konventionellen Überlegungen und Maßnahmen, kann man die Form der Erde auch relativ leicht per Remote Viewing nachprüfen. Man nimmt einfach die Erde als Target und führt verschiedene Bewegungsanweisungen durch, um auf die gewünschte Distanz zu kommen (je nachdem, wo sich der Viewer anfänglich wiederfindet). Ist der Viewer gut “on target“, wird er die Krümmung oder gar die gesamte Erdkugel wahrnehmen.

Dies ist schon häufig in Seminaren vorgekommen, wenn von den Trainees ein riesiger Hurrikan geviewt werden sollte, der von der internationalen Raumstation aus aufgenommen wurde. Die runde Form der Erde kam dort oft als “Beifang“, obwohl das eigentliche Target der Hurrikan war. Manche Viewer hatten sogar das Gefühl, selber riesengroß zu sein, und eine blauweiße Kugel in den Händen zu halten

Aber auch andere Planeten unseres Sonnensystems (und Exoplaneten) zeigten sich stets als Kugeln. Bei kleineren Objekten auch manchmal auch etwas unregelmäßig, aber immer der offiziell verlautbarten Form entsprechend. Hier zwei deutliche Beispiele aus unseren Projekten

(die Saturnmonde Titan und Enceladus):

Hohle Erde

Vor einigen Jahren noch ähnlich populär, wie aktuell das Flache Erde-Modell (wenn auch nicht so virulent), war die Theorie der hohlen Erde. Dabei wird in den meisten Fällen davon ausgegangen, dass die Erde eine Hohlkugel ist, an deren Innenseite sich ebenfalls bewohnte Landschaften und Kontinente befinden. In der Mitte des Hohlkörpers vermutet man eine “Zentralsonne“, welche die innere Erdoberfläche mit Licht und Wärme versorgt. Man schätzt die Dicke der Erdkruste zwischen Außen- und Innenwelt auf mindestens mehrere hundert Kilometer, um geologische Aktivitäten (inkl. Vulkane) und Tiefenbohrungen noch plausibel erklären zu können.

Obgleich nicht so unwahrscheinlich wirkend, wie das Flache Erde-Modell, gibt es aus naturwissenschaftlicher Sicht viele Indizien und Messungen, die gegen eine komplett hohle Erde sprechen. Wie können wir hier mittels Remote Viewings vorgehen, um quasi selber unsere Planeten zu durchleuchten? In erster Linie war uns hier ein “indirektes Tasking“ wichtig, um keine Suggestionen einzubauen. Weder auf das offizielle, noch auf das hohle Modell der Erde. So lautete die Targetformulierung und spätere Bewegungsanweisungen “Beschreibe die Umgebung X Kilometer unter deinen Füßen zum Zeitpunkt der Session!“

Man arbeitet sich dabei schichtweise vor, von der Erdkruste bis schließlich zum Mittelpunkt der Erde. Die Viewer hatten hier stets Eindrücke von absoluter Enge, Druck und Hitze. Der Bereich zwischen Erdkruste und -kern, wurde als flüssig und heiß wahrgenommen. Die Struktur des Kerns an sich war extrem hart, dicht aber auch komplex. Der Aufbau erinnerte an ein Zwiebelprinzip. Im Kernbereich wurden magnetische Kräfte wahrgenommen, die an einen Dynamo erinnerten, und wahrscheinlich das irdische Magnetfeld speisen. Verschiedene Viewer kamen in mehreren Sessions zu ähnlichen Ergebnissen.

Damit scheint das Modell der komplett hohle Erde vom Tisch zu sein. Was aber nicht bedeutet, dass es im Inneren der Erde keinerlei Hohlräume gibt. In mehreren Sessions fand sich ein Viewer innerhalb imposanter Hohlräume wieder, die aber auch extrem lebensfeindlich wirkten. Man stelle sich eine steil nach oben zulaufende Höhlendecke vor, von der Magma heruntertropft und unten in einem Magmapool landet. Vom Gefühl her könnte so ein Hohlraum durchaus hunderte Meter hoch gewesen sein.

Das schließt aber nicht aus, dass es nicht doch große Hohlräume geben könnte, die mit der richtigen Technologie sogar bewohnbar wären. Zumindest könnte man sich sowas in der oberen Erdkruste, wo das Gestein noch fest und die Temperatur gemäßigt ist, vorstellen. Um darüber eine Aussage treffen zu können, müsste man sich in gesonderten Projekten der Erdkruste und ihren Auffälligkeiten widmen. Hier noch weitere Beispiele aus einem Astronomie-Projekt, wo u.a. der innere Aufbau anderer Planeten in unserem Sonnensystem geviewt wurde

(Jupiter und sein größter Mond Ganymed):

 

Raumfahrt-Hoaxes

Wie bereits bei der Flachen Erde-Theorie angesprochen, bedingen manche Weltbilder, dass die menschliche Raumfahrt komplett gefälscht sein müsste. In der Flachen Erde-Szene geht man sogar schon soweit, dass man das Universum, so wie es astronomische Erkenntnisse beschreiben, komplett negiert. Demnach gäbe es gar kein Universum in dem Sinne (abgesehen von der flachen Erde), und was wir am Himmel sehen, wäre lediglich eine Art Illusion. Und somit gäbe es auch keine Satelliten, Raumsonden, bemannte Raumfahrzeuge oder Raumstationen dort oben.

Auch diese Annahme lässt sich leicht mit Remote Viewing untersuchen. Man nehme ein beliebiges Raumfahrtfoto als Target, oder gar eine ganze Mission (etwas aufwändiger). Manche Viewer merken schon durch bilokale Effekte, dass sie sich in einer luftleeren, lebensfeindlichen und schwerelosen Umgebung befinden. Andere werden die imposante Aussicht zu würdigen wissen. Bisher gab es keine Sessions, die für Fotomontagen, Animationen oder gar Kulissen in einem Studio sprachen. Letzteres dürfte vor allem für die Anhänger der Moonhoax-Theorie interessant sein. Unter unseren Seminarteilnehmern gibt es manchmal Raketen und andere Raumfahrtobjekte als Übungstargets. Diese wurden stets als solche beschrieben (inkl. enormer Geschwindigkeit und nervösen Insassen), nicht als Fälschungen oder funktionsunfähige Modelle.

Belgische UFO-WelleFlugscheiben und Radkappen

Natürlich kann man Remote Viewing auch im umgekehrten Sinne anwenden, um z.B. UFO-Fotos auf Echtheit zu überprüfen. Inzwischen gab es dabei mehrere Fälle, wo sich vermeintliche UFOs als Modelle an Fäden oder kreativ fotografierte Lampen herausstellten. Ebenso gibt es aber auch die echten Flugobjekte, deren Technologie und fremdartige Insassen die Viewer nachhaltig beeindruckt (und manchmal auch verstört) haben.

Hierzu seien die Bücher Verdeckte Ziele von Frank Köstler und Remote Viewing UFOS and the VISITORS von Tunde Atunrase empfohlen. Remote Vieiwng lässt sich in dieser Hinsicht natürlich auch auf alle anderen Fotos und Videos anwenden, die angeblich etwas Paranormales zeigen.

Verschwörungen in Theorie und Praxis

In der alternativen Medienszene gibt es ein riesiges Sammelsurium an Verschwörungstheorien bzw. alternativen Sichtweisen über hintergrundpolitische Themen und Ereignisse. Remote Viewing bietet auch hier sehr gute Möglichkeiten, denn es bieten sich viele Werkzeuge zur räumlichen und zeitlichen Ereignisaufklärung. Ob man seine Ergebnisse bei einem so heißen Themenumfeld dann veröffentlicht, ist eine andere Sache. Hier sei auf einige Projekte des Farsight Institutes verwiesen, die sich z.B. schon 9/11 oder dem JFK-Attentat gewidmet haben. Inwieweit die Ergebnisse valide sind, kann dann jeder ausgebildete Remote Viewer selbst nachprüfen.

Esoterische Glaubenssätze

Ein weniger greifbarer Bereich sind verschiedenste, esoterische Glaubenssätze. So z.B., dass man bei bestimmten Handlungen unbedingt einen Schutzkreis aus Salz ausstreuen muss, da man sonst auf jeden Fall besetzt würde. Oder man bestimmte Fähigkeiten nur erlangt, indem man sich einer bestimmten Gottheit weiht, bzw. die Fähigkeit von einem autorisierten Meister “freigeschaltet“ bekommt.

Neben vielen, metaphysischen Fragestellungen, haben wir uns auch mal letzterer Behauptung gewidmet. Dabei ging es speziell um die Einweihung beim Reiki. Braucht man wirklich eine Einweihung durch einen Reiki-Meister, oder steht einem die Fähigkeit grundsätzlich zur Verfügung? Wir fanden heraus, dass eigentlich jeder befähigt ist, Reiki-Energie anzuwenden. Die Einweihung dient dabei eher als “Ritual der Selbsterlaubnis“. Was nicht heißt, dass man auf Reiki-Meister (oder  Lehrer anderer Techniken) verzichten muss, denn die konkrete Anwendung will auch gelernt sein

Das gilt ebenso für die Technik des Remote Viewing: Natürlich gibt es begabte Medien, die von Geburt an einen viel offeneren Kanal haben, und erstaunliche Fähigkeiten demonstrieren. Aber grundsätzlich scheint jeder Mensch zur außersinnlichen Wahrnehmung befähigt zu sein. Um es jedoch in der systematisierten, professionell angewendeten Form des Remote Viewing zu beherrschen, muss das Protokoll erlernt werden, insbesondere der Umgang und die Abarbeitung analytischer Überlagerungen.

Und das geht nun mal viel effektiver mit erfahrenen Ausbildern, als durch Literatur und jahrelanges ausprobieren. Ansonsten schleichen sich meist Fehler ein, die ohne das Feedback eines erfahrenen Remote Viewers nicht bemerkt werden, und letztlich zur Frustration des Übenden führen. Mit der vollständigen Ausbildung ist es aber noch nicht getan, denn nur die stetige Praxisanwendung bringt echte Erfahrung. Das gilt natürlich für alle Tätigkeiten, nicht nur das Remote Viewing.

Fazit

Hier wurden nur einige Beispiele genannt, die sich zur persönlichen Überprüfung anbieten. Nicht für alle braucht man Remote Viewing, und nicht alle Weltbild-Aspekte haben einen Einfluss auf unser Alltagsleben. Jedoch lässt sich daran gut zeigen, dass die Technik des Remote Viewing ein Ass im Ärmel zur informatorischen Selbstermächtigung sein kann. Sei es nun für Weltbild-Fragen, die Befriedigung der persönlichen Neugier, oder einfach nur für pragmatische Anwendungen, die uns in der Bewältigung des Alltags voranbringen.

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